Oh Mei!

Fobis (Fortbildungen in eigener Sache...)
Hm... also die Fortbildung findet nicht statt mangels Teilnehmern.

Die Antwort eines Sozialkundigen war: "Die Leute im sozialen Bereich sind grade alle überlastet. Das wird bestimmt mal wieder angeboten."

Das kommt mir sehr bekannt aus der Firma vor. Da gab es aber auch keine Schulungen mehr. Die wurden gestrichen. Jetzt hab ich den Coach mal gefragt, ob es bei ihm so ist, dass seine kostengünstigen Webcasts gefragter sind als Firmenschulungen. Würd mich mal interessieren, ob es da einen Einbruch gab.

Und ob dann stattdessen die Leut sich halt selber mit solchen kostengünstigen Webcasts und Selbsthilfebüchern selber behelfen. Wie machst Du das denn?

Das mit der Überlastung im sozialen Bereich kann ich von meiner Entlastungspflege bestätigen, weil sie dort immer weniger Leut werden, aber die Arbeit immer mehr zunehmen tut. Wappne mich schon mal, dass wir vielleicht bald wieder ohne dastehen. Und auch von der Pflegeeinsatzstelle. Also der Kontrollstelle für den Pflegeanspruch. Die können nichts mehr planen. Scheint auch ein ländliches Problem zu sein.

Eine Freundin, die in Nürnberg wohnt bekommt nämlich bei jedem Einsatz schon den nächsten Termin und muss nicht in Wartestellung auf glühenden Kohlen hocken. Das fände ich deutlich angenehmer. Aber das geht halt etz nimmer.

Kann dann auch sein, dass Pflegedienste zumachen aus Frust. Das kann ich dann schon verstehen. Dann muss ich halt wieder schauen, wie ich allein klarkomme. Naja, dann kriegste halt eine intensivere Behandlung beim Psychiater, weil am Grundproblem kannste ja nix ändern. Dann tuste halt an den Nebenwirkungen herumdoktern. Das war scho immer so. Is nix neus. Das hammer ja auf Arbeit genauso gemacht. Workarounding halt. Das wird langfristig aber dann auch sehr teuer. Weissd. Weil Du dann auch einen ganzen Berg von Problemen vor Dir herschieben tust. D.h. die angehäufte Schuld (analog zu Scrum) wird immer mehr. Und dann brennts an allen Ecken und Enden. Und dauert explodiert was. Das war bei uns auf Arbeit dann auch jeden Tag so. Irgendwas fliegt Dir dann adhoc um die Ohren. Und dann kümmerst Dich halt grad um das a Priori.

Soderla etz gibt's widder an neuen Comic
Comic: Oh Mei! 1
Zum adhocen Umplanen wird übrigens bei der Entlastungspflege das Smartphone angebimmelt. Es ist das Arbeitsgerät, der Minicomputer. Und der bimmelt dauernd, wenn sie bei uns ist. D.h. dass die Technik schon zur Effizienzsteigerung genutzt wird. Aber wo nicht mehr Mensch und Zeit da ist, da kann auch die beste Technik keine herbeizaubern. Inverse Zeit. Ein negatives Zeit-Raum-Kontinuum brächts dafür. Ein schwarzes Loch halt :)

Mit Negativzielen kenn ich mich übrigens aus. Sie können Dich dann noch a weng motivieren, bis gar nix mehr gehen tut. Hattet Ihr schon mal eins? Kann halt sein, dass einen dann das schwarze Loch verschlucken tut. In irgendeiner Form. Du wirst z.B. krank. Oder Du kündigst. Oder die Firma macht zu. Alles schwarze Löcher.

Ich glaub aus meiner Erfahrung nicht, dass Du dieses Problem mit Technik lösen kannst. Das ist nämlich ein soziales Problem. Da geht es um Umsicht und Rücksicht und Einsicht und Nachsicht und praktikable Handlungsmöglichkeiten im Bürokratiedschungel. Und wie seht Ihr das so? Was sind da so Eure Erfahrungen?

Ich wappne mich mal mit konstruktiven Denk- und Lösungsansatzszenarien.
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Oh Mei!
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